Zermatt

Nun war ich, nachdem ich schon 23 Jahre in der Schweiz lebe, das erste Mal im Zermatt. Nicht zum Spass, versteht sich, sondern zum Zermatt Marathon. Um genauer zu sein, zur Ultravariante davon. Das sind zur klassischen Marathon- Distanz noch mal gut 3 Km mit 500 Höhenmetern. Hört sich möglicherweise nicht dramatisch an. Ist aber mit den 45,5 Km und fast 2500 Höhenmetern schon ein echter Ultra, der ans Eingemachte geht.

Habe den Lauf mit Daniela absolviert. Wer mich kennt weiss, dass ich nicht der geborene Bergläufer bin. Bei den, zum Glück, wenigen Bergabpassagen, dann eher Hindernis, als Teilnehmer und werde dort häufig überholt. Für Daniela, die den Lauf als Test für den in 2 Wochen stattfindenden Eiger-Ultra genommen hat, war das freilich ein ausgiebiges Bergtraining, so ist sie mir im alpinen Teil den Laufes überlegen und wäre nach meiner realistischen Schätzung sicher 30 Minuten eher im Ziel gewesen. Aber Zeit und Platzierungen sind für sie immer mehr nebensächlich, weshalb sie den Lauf fast geniessen konnte und Gelegenheit für ein paar Schnappschüsse hatte.

Wer, wie wir, schon viele der grossen Bergmarathon und Swiss Alpine gelaufen ist, hat natürlich hohe Ansprüche an Strecke und Organisation. Für den Zermatt Marathon ist das Matterhorn und die vielen Viertausender rundherum die Hauptattraktion. Dieses Jahr waren die Berggipfel, trotz sehr gutem Laufwetter, meist wolkenverhangen, was Postkartenmotive rar machten. Trotzdem ist es eine topp organisierte Veranstaltung, die sich vor den anderen Bergevents keinesfalls verstecken muss und offensichtlich auch international sehr gut ankommt.

Für mich als Flachläufer und 3 Wochen nach dem Bieler Hunderter, ein gelungener Ausflug in die Schweizer Bergwelt.

Mit Ueli Stähli

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