Wer mit Daniela reist, kommt nicht umhin, Badeanstalten aufzusuchen. Da im Norden Thailands derlei nichts mit Meer zu tun hat, werden Pools heimgesucht.
Wie in Pai, im Nordwesten Thailands, wo wir sogar ein 25 Meter Becken ausfindig machen durften. Pai ist so ein typischer Aussteigerort, mit viel jungem, weltreisendem Volk. Dennoch stehen vor dem Eingang des Fluid Pools alle Schuhe brav vor dem Tor. Das Innere des Bades sieht mehr wie Party aus. Wir sind eigentlich zur körperlichen Ertüchtigung hier. Es werden am Beckenrand diverse Mixgetränke serviert und es wird geraucht. Letzteres, dem Geruch nach, nicht nur handelsübliche Ware. Chillige Atmosphäre. Wir sind mit Abstand die ältesten Gästen.
Da ich zwischenzeitlich in einem Bad gearbeitet habe, Daniela sogar als stellvertretende Betriebsleiterin eines solchen ist, wissen wir, wie ein Bad funktioniert. Auch, wenn man in „solchen“ Ländern abstriche machen darf, ist der schmierige Film am Beckenrand nicht zu ignorieren. Sandbänke im Bodenbereich sehe ich trotz meiner betagten, milchglasigen Schwimmbrille.
Das Erstaunliche ist, es funktioniert trotzdem. Wenn ich mal vom Durchfall am Tag nach dem Erstbesuch und grossflächigem Hautausschlag absehe. Man muss wohl nicht unsere mitteleuropäischen Massstäbe weltweit zum Vergleich nehmen?
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