Premiere

Wer hätte gedacht, dass ich im Herbst meiner Laufkarerie noch einmal ein Bahnrennen bestreiten würde. Unsrer Freundin Jacqueline Keller machte mir den Schachencup schmackhaft. Eine Serie aus unterschiedlich langen Bahnläufen. Da dieser unter der Woche ausgetragen wird, besteht für den Schichtarbeiter kauf die Chance daran teilzunehmen. Was Flexibilität heisst, bedeutet asoziale Arbeitszeiten und mittlerweile leider auch solche Bedingungen für den Grossteil der Arbeitnehmerschaft.

Meine Teilnahme am letzten Lauf des Schachen Laufcups war  möglich, da dieser am Vorabend des 1. Augustes stattfand, der Schweiz bekanntermassen Nationalfeiertag ist. Im Brugger Stadion Au war der Ort des Geschehens. 10 000 Meter sind 25 Runden auf der schmucken, blauen Tartanbahn.

Hatte, bevor ich Jacqueline meine Zusage erteilte gefragt, ob ich da nicht der Letzte werde. Bahnläufe sind ja eher was für Windhunde. Sie meinte, wir würden uns im ersten Drittel platzieren.

Nach überstandener Fussverletzung nun also der erste Wettkampf und überhaupt der erste Lauf des Jahres unter der Marathon Distanz. Nach einem Trainingsreichen Wochenende und  keiner Schonung am Vortag also ein Lauf aus dem vollen Training heraus.

Ist schon lange her, dass ich eine Tartanbahn unter die Füsse genommen habe. Selbst die 10km habe ich vor langer Zeit mal im Training gemacht. Nun also als Wettkampf mit Rundenzählern. Das Feld hat sich rasch auseinandergezogen. Den Wunsch, mich an Jacquelines Fersen zu heften, konnte ich bald vergessen, wurde sogar noch vor der 5000 Meter Marke von ihr überrundet.

Bahnlauf ist eine erliche Angelegenheit. Der Bessere gewinnt und ich war wirklich nicht der Letzte. Platz 9 In 43:31,12 ist kein Glanzresultat aber unter den Voraussetzungen, aus dem Training heraus und ohne jedes Tempotraining, akzeptabel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert