Neu Seeland ist auch autotechnisch spannend. Die in Europa gängigen Marken werden hier in amerikanisch orientierter Ausstattung vertrieben. Das bedeutet zumeist größere Motorisierung und verändertes Outfit. Als langjährigen Eigner verschiedener Autos der Marke Pontiac, einem grünen Grand Am 3.3 und einem roten mit 3,1 Liter Hubraum, der Marke, die vor wenigen Jahren eingestellt wurde, ist Neu Seeland sehr interessant. Denn hier werden die Autos der General Motors Gruppe unter der Marke Horden geführt. So kann man neben vielen Opelmodellen (Astra, Vectra, Corsa), sowie eines mir unbekanntes Commodore ( vor ewiger Zeit auch unter Opel laufend) die letzet Modelle des G6 und G8 von Pontiac bewundern. Die fahren in Ozeanien weiter unter dem Namen Horden. Bei so genialen Autos, bei schlimmster Markenpflege, ist es nicht unverständlich, dass der einstige Weltmarktführer in Schwierigkeiten geraten konnte.
Als Kind hatte ich als Spielzeugauto, unter Anderen, eine Miniatur eines Ford Capri, den ich als den schönsten meiner Matchboxsammlung hielt. Auf dem heutigen Campingplatz in Wellington, der zwar etwas laut aber überaus gepflegt ist, durfte ich eine Original eines solchen Autos bewundern. Dank meines Alters, handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen Oldtimer.
Der Wagen wurde auf dem platzeigenen Areal gewaschen, wofür es eigentlich keinerlei Veranlassung gab. Denn das Auto war, nur bei schönem Wetter bewegt, praktisch rein. Ungeachtet dessen nun eine weiterer Waschgang, der seine erhoffte Wirkung natürlich nich verfehlte. Denn kurze Zeit später standen die interessierten Herren des Platzes um den Wagen. Nur trotz meiner unvollkommenen Sprachkenntnisse hielt ich mich dieses Ereignisses fern und filmte es aus sicherer Stellung aus unserem Wohnmobil.
Archiv für den Monat: Februar 2012
Wangenui
Nach Triathlon Hochburg dann Wanganui, wo auf dem Fluss etliche Ruderer zu sehen sind, denen man ansieht, dass sie nicht auschließlich zum Spaß auf dem Wasser unterwegs sind. Auf dem Weg dorthin konnten wir eindrucksvoll erleben, dass es in Neu Seeland mehr Schafe als Einwohner hat. Auf endlosen Weideflächen tausende Tiere, dafür kaum Häuser oder gar Orte.
Nun sind wir in Wellington angekommen, wo der erste Teil unserer Reise durch NZ endet und wir per Fähre zum Südteil reisen werden, wo am nächsten Samstag das sportliche Hightlight für uns, mit dem Buller George Marathon im Programm steht. Nach allem, was wir vom Land bislang gesehen haben, geben wir uns keinerlei Illusion hin, dass wir eine flachen Lauf erleben werden. Das wird, wie auch immer, sicherlich ein tolles Erlebnis.
Wellington selber ist sehr interessante, moderne, lebendige Stadt und wie alles, was wir bislang von Neu Seeland sahen, sehr sauber. Das fällt sogar auf, wenn man aus der Schweiz kommt.
Taupo
Heute sind wir auf unserer Reise durch Neu Seeland in Taupo gelandet. Das kleine Städtchen am gleichnamigen See. Hier findet in wenigen Wochen der Ironman statt. Das ist, ohne das man davon vorher weiss, auch zu spüren. An einem frühen Freitag Nachmittag kann man mehrere Gruppen am See beim Laufen begegnen, deren Outfit, bauchfrei aber mit Stützstrümpfen, eindeutig der elitären Gattung der Triathleten zuzuordnen ist.
Auf dem Campingplatz, wo wir Quartier bezogen haben, war die Klientel unschwer zu edentifizieren. Eine benachbarte Athletin hat sogar ein passendes Nummernschild für ihr Auto erstanden: IRN MUM. Bei den in Neu Seeland frei editierbaren Autokennzeichen wird selbst dies Sondernummer etwas mehr gekostet haben. Beim Zeltaufstellen hatte die Eisen-Mutter natürlich ein Finisher Shirt zu Schau gestellt. Bei jedem Weg, länger als einen halben Meter ist sie instingtiv in den Laufschritt übergegangen.
Schön, dass Daniela ihren Neopren in Sichtweite trocknen musste und das Armband meiner Forerunner Uhr im Cockpit hervor schaute. Der Zufall wollte es, dass die Rasur meiner Beine mal wieder anstand.
Meer und mehr
Ein 9 km langer Sandstrand, bei Ebbe wunderbar zu laufen. Dieses Erlebnis, mit schönem Licht, teilweise angriffslustigen Vögeln durften wir in Waihi Beach erleben. Ein weiteren Highlight auf unserem Trip durch Neu Seeland.
Weiter ging es heute nach Rotorua. Nicht weniger spektakulär. Der Geruch nach Schwefel ist allgegenwärtig. Rauchfontänen steigen aus vulkannaher Erde empor. Schlamm brodelt. Ein Naturschauspiel, welches ich noch nie mit eigen Augen gesehen habe. So spannend das anzusehen ist, so gefährlich ist der vulkanische, erdbebenträchtige Untergrund, der vor Monaten in Christchurch nachhaltigen Schaden bei einem Erdbeben anrichtete.
In der ersten Nacht, die ich in Neu Seeland verbrachte, glaubte ich nachts ein leichtes Erdbeben zu verspüren. Die Alarmanlage eines Autos, die kurz darauf losging, bestätigte mir, dass dies kein Traum war.
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