Spielerfrau

Der FC Aarau hat momentan keine gute Presse. Sportlich Talfahrt der neuen Saison sieht den Verein in der Challenge League, der 2 Schweizer Fussballliga, nach 4 Spielen und auf dem letzten Rang. Dabei hat man ambitionierte Ziele: Der Bau eines erstligatauglichen  Stadions und das mittelfristige Ziel, auch so zu spielen.

Am vergangenen Donnerstag Abend sorgte ein Spieler des FC Aarau in der  Online Ausgabe der Aarauer Zeitung für Schlagzeilen. Der Spieler Patrick Rossini besuchte mit seiner Familie das Schwimmbad Suhr. Der Bademeisterin, selber auch Schwimminstruktorin, fiel auf, dass der 5 Jahre alte Sohn mit den Eltern im tiefen Schwimmbecken war und augenscheinlich nicht schwimmen konnte. Den Hinweis der Bademeisterin, dass der Junge das Becken verlassen solle, wenn er nicht schwimmen könne, ignorierte die Familie mit dem Hinweis, das Kind könne gut schwimmen. Auf den Vorschlag der Bademeisterin, die Schwimmkünste vorzuführen, gingen die Eltern nicht ein. So blieb der Bademeisterin nichts anderes übrig, die Familie des Bades zu verweisen. Die, wie sich später herausstellen sollte, “Spielerfrau”, fragte mehrmals, ob die Bademeisterin wüsste, wen sich vor sich habe? Wusste sie nicht, dass es sich um einen momentan verletzter Spieler des FC Aarau, mitsamt Spielerfrau und Kind handelte, was für den Vorgang auch keine Rolle spielt. Denn aus der Betriebsordnung, die beim Eingang eingesehen werden darf, geht nichts hervor, dass C-Prominente besondere Privilegien hätten.

Schliesslich blieb, nach Rücksprache mit dem Betriebsleiter, keine andere Wahl, als die Familie mit Hilfe der zugezogenen Polizei des Bades zu verweisen. Wenig später ging in der Redaktion der Aargauer Zeitung der Anruf der Spielerfrau ein, die sich ungerecht behandelt fühlte und gar vermutete, die Bademeisterin hätte etwas gegen den FC Aarau. Tags darauf sprach sie noch bei der Gemeinde vor.

In der Online Ausgabe der Aarauer Zeitung erschienen dann mehrere Artikel über dieses Thema, die allesamt rege diskutiert wurden. Und, bis zum jetzigen Zeitpunkt, gab man ausnahmslos der Bademeisterin Recht, richtig gehandelt zu haben.

Seitens der Badi Leitung besteht sogar das Angebot, nach einem positiv verlaufendem gemeinsamen Gespräch zwischen den Beteiligten, von dem Hausverbot Abstand nehmen zu wollen.

Bleibt zu hoffen, dass sich der Spieler von seiner Verletzung rasch erholt und seine Energie für die sportliche Wende beim FC Aarau einsetzt.

PS: Die Familie Rossini wusste vermutlich auch nicht, wen sie als Bademeisterin vor sich hatten? (Ich meine hiermit nicht die Musikerfrau 😉 )

Als unterklassiger Fussballer verdient man immer noch mehr, als in jedem durchschnittlichen Job. Von der Verantwortung eines Bademeisters ganz zu schweigen. Sportlich ist mir Patrick Rossini noch nicht aufgefallen. Muss aber auch zugeben, dass mich der Schweizer Fussball nur am Rande interessiert. So musste ich mir den Spieler erst mal googeln. Ich persönlich finde die sportlichen Erfolge der Bademeisterin eindrücklicher.

 

 

Ein weiteres Kapitel Biel

Es sollte der krönende Abschluss sein, als ich vergangenes Jahr zum 10x die 100 km von Biel beenden durfte. Ein Lauf der mich meine ganze Laufkarriere begleitete.

Angefangen mit meinem allerersten Wettkampf überhaupt. Vor genau 21 Jahren lief ich den, seinerzeit noch tagsüber ausgetragenen Marathon, in einer für einen Marathonneuling erstaunlichen Zeit von 3:13. Da muss mich wohl das Virus Biel befallen habe, auch wenn ich im Folgejahr nochmal “nur” den Marathon gelaufen bin. Am 11. Juni 1999 bin ich dann zu meinem allerersten 100 Km Lauf von Biel gestartet. Ohne GPS Uhr, ohne Fahrradbegleiter, nur mit einer Handtaschenlampe ausgerüstet, die mir den berühmten Ho Chi Minh- Pfad nur spärlich ausleuchtete und einer Zeit in der ich dieses Jahr 11. geworden wäre, seinerzeit 26.

Zwei Jahre später, dann schon mit meinem mehrfachen Radbegleiter Jürg, meine Bestzeit von 8:06,26, die ich Jahre später kaum nachvollziehen kann und sicherlich der sportliche Höhepunkt meiner bescheidenen Läuferkarriere ist, auch wenn ich die Zeit nicht auf meine Wade tätowiert habe . Es folgten mit einigen Unterbrüchen noch einige Starts, bis ich vergangenes Jahr den Sack mit meinem 10. Finish zumachen wollte.

Wären da nicht die Erinnerungen, die mehr sind als Zeiten. Im Nachhinein vergisst man die Strapazen und Schmerzen, die zum Hunderter dazugehören, wie die Nacht. Es bleibt das ungemeine Glücksgefühl, wenn man aus der Komfortzone geht, etwas  leistet, wozu nur die Wenigsten in der Lage sind und noch weniger dazu bereit sind. Tagelang schwebte ich wie auf einer Wolke, wenn ich es mal wieder geschafft hatte, diese unfassbare Strecke zu bewältigen.

Das noch ein allerletztes Mal erleben!

Fühlte mich fit und motiviert als ich zur Nacht der Nächte aufbrach. Hatte anfangs ein gutes Gefühl und dachte auch, nicht zu schnell gestartet zu sein. Der Wechsel von toller Stimmung und absoluter Ruhe in der Nacht sind immer wieder faszinierend. Natürlich werden die Beine immer schwerer, da und dort schmerzt es. Doch nach 30 km wurden die Probleme immer grösser, versuchte mit Gehpausen und Lockerungsübungen wieder in Trab zu kommen. Der Rücken schmerzte immer mehr. Der Kulminationspunkt ist Kirchberg, nach 56 Km. Dort kann man aussteigen, wird noch gewertet, oder läuft weiter, in den berühmt-berüchtigten Ho Chi Minh-Pfad.

Schweren Herzens, aber zweifelsohne vernünftig, entschied ich mich zur Aufgabe. Richard Tonolla wird hoffentlich das Bild nicht veröffentlichen, welches mich als Häufchen Elend in einer Ecke, abseits der Festwirtschaft zeigt.

So endet mein Bieler Karriere vorläufig statt mit einer Überdosis Endorphine, mit einer schweren Enttäuschung, die es zu verkraften gilt.

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Es machte die Runde, dass man nach dem diesjährigen 60. Jubiläum die Strecke ändern, vielleicht sogar die Strecke auf mehrere Runden aufteilen wolle. In der Garderobe sprach ich Jakob Etter, bis vor einem halben Jahr OK Chef, darauf hin an. Er meinte, dass man sich Gedanken mache, wie man die Bilder Lauftage auch in 10-15 Jahren attraktiv halten könne, und das eine Streckenänderung aktuell-also für das nächste Jahr, kein Thema sei.

Hoffe, man dreht bei der Modernisierung nicht zu sehr an der Schraube. Der Swiss Alpine, der den legendären K78 einfach gestrichen hat, sollten Warnung genug sein, wie man eine etablierte Veranstaltung vor die Wand fahren kann. Das wäre etwa so, als wenn man in Biel einen 100 Meilenlauf etablieren wollte und man sich wundert, dass niemand mehr die Originalstrecke laufen will. Ist nur ein fiktives Beispiel, aber so ähnlich ist es beim Swiss Alpine gelaufen.

Bin mir freilich bewusst, welchen Aufwand es bedeutet, eine grosse Runde über 100 Km zu organisieren und sichern und dass man mit dem Startgeld der Hunderter so etwas nicht stemmen kann. Hoffe, in Biel trifft man die richtigen Entscheidungen, um die Legende “100 km Biel” auch in der Zukunft attraktiv zu halten. Nicht ausgeschlossen, dass man mich dort nochmal trifft…

 

 

Heimspiel

Schreckmoment beim Blick auf die Rangliste des 2. Aargau Marathon. Bei der übernächsten Altersklasse ist Schluss. Das wäre dann Kategorie “Uhu”- unter Hundert. Soweit ist es also gekommen.

Nur wenige Hundert Teilnehmer liefen die durchaus anspruchsvolle und attraktive Strecke von Brugg  nach Aarau. Durchweg professionell organisiert, konnte man nichts aussetzen. Man hat die 2 Jahresvariante gewählt mit unterschiedlicher Streckenführung. Wird sich zeigen, ob das Konzept auf Dauer trägt. Die deutlich weniger Teilnehmer als beim Debüt sind sicherlich auch dem Feiertagswochenende zuzuschreiben.

Trotzdem ist der Marathon vor der Haustür fast Pflicht. Gerade das Schlussstück der Aare entlang nach Aarau gehört zum regelmässigen Trainingsreportoir und trotz immer seltener Wettkampfteilnahme, habe ich doch viele bekannte Gesichter wieder getroffen.

Bin mit meiner Zeit von 3:52 durchaus zufrieden, obwohl es gefühlsmässig selten gut lief. Mal schauen, was nach dem “Trainingsmarathon” noch kommt…

Daniela mit Cecil auch locker unter 4 Stunden

13

11. Marathon Deutsche Weinstrasse

Das Warten hat sich gelohnt. Zwei Jahre muss man sich gedulden, um auch in der weinfestfreien Jahreszeit den beschaulichen Ort Bockenheim an der Weinstrasse, als eine Läuferparty verwandelt sieht. Marathon Deutsche Weinstrasse heisst das Zauberwort, lädt im Zweijahresrhythmus ein Mehrfaches der Einwohnerzahl an Läufern und begeisterten Zuschauern an das nördliche Weintor.

Nach dem 10er Jubiläum vor 2 Jahren hat die Veranstaltung nicht an Anziehungskraft verloren. Halbmarathon war schon Monate im Voraus ausgebucht, der neue Duo-Marathon erfreut sich grosser Beliebtheit. Mit dem Marathon und am Vortage ausgetragenen Kinderläufen haben fast 3500 Läufer die Veranstaltung zu einer laufenden Party gemacht.

Einmal mehr sind wir aus der Schweiz mit einer stattlichen Reisegruppe angereist. Das war nach dem Jubiläum nicht gedacht. Ursprünglich wollten wir nach der 10. Austragung ein Schlussstrich unter unserem Reiseprojekt ziehen. Haben uns dann doch überreden lassen, die Reise erneut zu planen. Die Tatsache, dass wir bereits für den 12. Marathon am 5. April 2020 Zimmer vor reserviert haben, scheint, dass es auch unseren Mitreisenden gefallen hat.

Dabei schien Freitag, der 13. schon vorher Zweifel an dem geeigneten Anreisetag zu stellen. Überbuchte Unterkunft und krankheitshalber ausgefallener Chauffeur stellten organisatorische Herausforderungen. Dazu am Sonntag unser 13. Hochzeitstag. Kann man den nicht gemütlicher verbringen? Am Freitag konnte doch jeder ein Zimmer beziehen, nachdem uns Chauffeur Urs sicher und souverän nach Bockenheim brachte.

Samstag Stadtbummel in Bad Dürkheim mit anschliessender Weinprobe im Weingut Gaul in Sausenheim, wo man neben dem Verkosten verschiedener hausgemachter Weine auch noch Insiderwissen über die Weinproduktion von der Gutsmitbetreiberin Karoline Gaul mitnehmen durfte. Dieses Rahmenprogramm ist fester Bestandteil unserer Reise und wahrscheinlich auch ein Grund unseres Erfolges. Aber nur zum Spass sind wir nicht angereist. Sontag ist Marathontag.

Wetterprognose verspricht für Mitte April überdurchschnittlichen Temperaturen. Start musste, wegen verzögerter Anreise von Läufern, um 10 Minuten verschoben werden. Unsere Gruppe stellt je 4 Starter über Marathon und Halbmarathon. Jacqueline Keller, vor Jahren noch über die volle Strecke erfolgreich, begnügte sich wegen des in einem Monat geplanten Aargau Marathon mit der halben Strecke. Altersklassensieg und 5. Platz bei den Frauen ist sicher ein weitere Mosaikstein in der Kariere einer der erfolgreichsten Schweizer Läuferinnen. Fiona Trösch (2:24) und Romy Derungs (2:34) ebenfalls erfolgreiche Finisher, während Richi Trinkler verletzungsbedingt aufgeben musste.

Bei unsrem Marathon Quintett war klar, dass allein wegen der Trainingseindrücke unser Lauffreund Adi Kälin bester werden würde. Daniela und ich standen schon hoffnungslos zu weit hinten ein. Das wir erst eine Minute hinter ihm über die Startlinie liefen, spielt bei Nettozeiten keine Rolle. Aber wir brauchten etliche Kilometer bis wir halbwegs normal laufen konnten, da sich viele zu langsam laufende Teilnehmer vorne reingestellt haben und das überholen auf den schmalen Strasse sehr mühsam ist. So war klar, dass Adi womöglich schon geduscht ein Weizenbier trinkt, wenn wir ins Ziel schleichen.

Zum Laufen war es sicher zu warm. Das tolle Wetter lockte aber viele Zuschauer an die Strecke, sodass in den Weindörfern und unterwegs tolle Stimmung herrschte. Musste mich bemühen, an den zahlreichen Verpflegungsstellen ausreichend zu trinken, da die Strecke kaum Schatten spendet. Eines der Höhepunkte natürlich die Rieslingdusche, die man durchlaufen kann. Habe es bei äusserer Anwendung belassen, genauso wie beim legendären Rieslingschwamm in Dackenheim.

Vor Asselsheim knapp 4 Km vor dem Ziel erspäht Daniela Adi vor uns. Schnell holen wir ihn ein. Der letze grosse Anstieg. Daniela läuft voraus in alter Lance Armstrong Manier. Ich will nicht die letzten Körner verbrauchen und sie für die wahrscheinliche  Gegenattacke von Adi sparen. Versuche deshalb den Anstieg so gut es geht laufend zu bewältigen. Adi muss gehen, verliert den Anschluss. Adi kommt gut 4 Minuten nach uns ins Ziel. Natürlich liegen wir uns in den Armen. Streckenbestzeit für ihn! Sind schon jetzt auf die Revanche in 2 Jahren gespannt.

Als vierter unserer Gruppe erreicht Heinz Gubler in 5:13 das Ziel in Bockenheim.

Danke an dieser Stelle auch den Betreuern unserer Gruppe, die uns tatkräftig angefeuert haben und den Halbmarathon mal so einfach gewandert sind. Einmal mehr eine gelungene Veranstaltung. Wir kommen sicher gerne wieder zurück nach Bockenheim.

Bilder

Bericht von Jacqueline Keller

Bericht bei Laufreport.de

In eigener Sache

Seit vielen Jahren habe ich auf unserer Homepage den Blog „Peters Wochenbericht“, auf dem ich Erlebnisse und Begebenheiten rund um das Laufen beschrieben habe. Natürlich werden auch Erfolge und Niederlagen bei diversen Wettkämpfen beschrieben. Etwa, wie ich vor Jahren Olympiasieger Dieter Baumann beim Bieler 100 Km Lauf bezwingen konnte.
Nun habe ich einen Teil davon zu einem Taschenbuch zusammengeführt, welches ab sofort erhältlich ist. Die Kindle Edition als E-Book folgt am 12. März.
Das soll keine unverhohlene Kaufempfehlung sein. Der Inhalt ist immer noch auf unserer Homepage nachzulesen.
Als gelernter Drucker a.D., würde es mich naturgemäss um so mehr freuen, wenn „ich“ bei Euch im Bücherregal stehen dürfte.
Unter diesem Link  kommt Ihr direkt zur Bestellung.

 

Zum Shop

Siehe auch hier.

NO EXCUSES

Neues Jahr, neues Glück. Habe bereits im Dezember angefangen mein sportliches Repertoire zu erweitern. Nicht so, dass ich die Laufschuhe an den Nagel gehangen hätte. Bin immer noch zu Fuss unterwegs. Alternativ  kann man mich erstaunlicherweise häufig im nahen Fitnessstudio antreffen.

Das erstaunt selbst mich, waren mir doch solche Muckibuden, und noch mehr deren Gäste, suspekt. Meine Angst war indes unbegründet. Angesprochen wird man da von niemandem. Lachen ist tabu. Publikum vom Schlaffmann bis zum Bodybuilder alles vorhanden. Gerne auch mit Kapuze und Kopfhörern.

Strandfigur ist nur mein sekundäres Ziel. Es geht vielmehr darum, aus der Komfortzone heraus, ein paar vernachlässigte Muskeln, von denen ich gar nicht wusste, im Rahmen meiner Möglichkeiten, vor dem endgültigen Erschlaffen zu bewahren. Nicht zuletzt zur körpereigenen Altersvorsorge.

Um nicht ganz als Aussätziger angesehen zu werden, musste natürlich nachrüsten. Ohne Tattoo würde man vielleicht sogar angesprochen. Da es mir an Motiven nicht fehlt, habe ich schon mal nachgerüstet.

 

 

Thailand

Nicht zum ersten Mal bereisen wir Thailand. Und Thailand ist nicht Thailand. Fernab von Massentourismus gibt es ein Land, was immer eine Reise wert ist. Im Norden des Landes haben wir es erlebt, sich wie im Zoo zu fühlen; nur auf der anderen Seite der Absperrung. Als Weisshäutiger ist man beispielsweise in Chang Khan eine seltene Attraktion, die auch mal heimlich fotografiert wird und auf jeden Fall beachtet. Vor allem, wenn man, wie wir, joggend unterwegs ist.

Das Fremdeln bezieht sich auch auf die Hunde, die, zahlreich vertreten, von uns komisch aussehenden Zweibeinern oftmals überrascht und nur mühsam abzuwimmeln sind.

Schöne Begegnung auf dem Weg am Mekong entlang, als wir einen kleinen Zwischenstopp einlegten und sich eine Schulklasse am Sonntag dort aufhielt. Sie haben schon von weit weg gerufen, als wir aus dem Auto stiegen. Da sie Musikinstrumente hatten, wollte ich mir das genauer ansehen, um mich wenig später mit einem Phin, einem 3-saitigem Instrument um den Hals, von den Kindern bestaunen zu lassen, wie ich versuche ein paar Töne diesem exotischen Teil zu entlocken.

In Loei gab es eine weitere spannende Begegnung. Von unserer Unterkunft, mit geliehenen Rädern nach einem Restaurant suchend, wurde ich von einem Asiatischem Paar angesprochen, die ebenfalls per Pedes nach Nahrung suchten, wie sie mir gestenreich zu Verstehen gaben.

Wir haben dann mit ihnen einen lustigen Abend verbracht. Aus Shanghai kommend, kein Wort des anderen verstehend, haben wir uns dank Smartphone prächtig verstanden.

 

Nizza Marathon

Ein Auslandsmarathon mehr in unserer Sammlung. Der Marathon von Nizza nach Cannes war der Grund unserer Reise an die Côte d’Azur. Das die eine Reise wert ist, hat sich bei den Schönen und Reichen rumgesprochen. Fette Yachten liegen im Hafen von Monaco. Aber, wir sind nicht nur zur Sightseeing angereist, sondern um Mit dem Nizza Marathon unser Laufjahr mit einem Erlebnis Marathon abzuschliessen.

Der Marathon gehört mit Sicherheit zu den schöneren, den ich gelaufen bin. Fast die ganze Strecke der Küste entlang, unterbrochen von den zu durchlaufenden Orten auf dem Weg von Nizza nach Cannes. Einen kleinen Eindruck kann man von den Bildern gewinnen, die ich unterwegs gemacht habe.

Nach dem Anschlag von Nizza vergangenes Jahr sind die Sicherheitsvorkehrungen bei einer solchen Grossveranstaltung augenscheinlich. Beim Eintreten in den Startblock wird man gescannt, alle Seitenstrassen sind besonders gesichert, schwer bewaffnete Sicherheitskräfte sind vielerorts zu sehen. Um so eindrücklicher, als beim erklingen der Französischen Hymne die Einheimischen lauthals die Marseillaise singen.

Der Marathon ist nach dem in Paris, der zweitgrösste im Land. Neben den, über 6200 Finishern über die Originalstrecke, sind noch 1100 Teams dabei, die sich die Strecke in die beiden Halbmarathon teilen oder die knapp 500 Mannschaften, die den sogenannten Relais Marathon in kleineren Teilstücken absolvieren.

INSAITER TIPP

Das waren noch Zeiten, als es in den Fussgängerzonen jeder Stadt noch grossräumige Plattenläden gab. Mit Einführung der CD wurden die immer kleiner. Mittlerweile hört man Musik per Stream oder Download über das Smartphone. Die gut sortierte Musikhandlung hat ausgedient. Es gibt Ausnahmen.

So etwa in Zofingen, wo Renè Zobrist, Sänger bei den Bluesaholics,  das “Why not” führt, einem kleinen, schrulligem Plattenladen, in dem auch gerne mal beim Bier den Raritäten aus dem Plattenregal zu hören sind.

Auch die Aarauer Altstadt hat mit dem Dezibelle einen solchen Laden, wo Vinyl statt Download im Vordergrund steht. Beide Läden sind einen Besuch wert. Nicht zuletzt, weil dort mein aktuelles Album INSAIT in der Metallversion mit Vinyl-CD im Angebot ist. Per Post, auf Wunsch vom Künstler handsigniert, ist das Album auch hier zu bestellen. Dort wären auch Links zu ausgewählten Downloadportalen. Man muss ja mit der Zeit gehen…

Ein weitere INSAITER TIPP ist das eben erschienene Buch unserer lieben Freundin Jacqueline Keller. Es heisst «Via Jacobi. Einmal quer durch die Schweiz… und in Gedanken zurück». Die Lesung von der Autorin selbst findet am Donnerstag, 9. November 2017 um 19.30 Uhr im Mitenand-Träff am Cherneplatz in Gebenstorf statt. Dort kann man das Buch auch erwerben. Wer verhindert ist, kann es für 30 Franken, zuzüglich Porto von fünf Franken, direkt bei der Autorin Autorin zu beziehen.