In der Sackgasse

Bei dem derzeitigen windigen Winterwetter, versuche ich clevere Routen zu wählen. Das bedeutet den Wind im Rücken zu haben auf den flachen Rad- und Wirtschaftswegen, den Schutz des Waldes suchen, wenn der Wind von vorne kommt. Soweit die Theorie.

Das klappte bei meiner heutigen Runde zumindest bis Suhr und auch noch bis Gränichen, von wo ich den Rütihof auf der Straße bezwingen wollte. Die war aber wegen Holzarbeiten gesperrt. Gut, dann zurück und den weiteren Weg durch den Wald. Es beginnt leichter Schneeregen. Versuche mich als Pfadfinder und nehme einen anderen Abzweig, der irgendwo nicht mehr weiter geht. Also zurück Es schneit nun stärker. Versuch noch mal einen Weg, der gut ausgebaut scheint, aber ungewöhnlicher Weise bergab geht. Ich will ja auf den Rütihof Auch der Endet. Dafür ist der Schneefall so stark, dass ich fast die Orientierung verliere. Eine Mütze währe jetzt nicht schlecht. Im nu hat sich eine dünne Schneedecke gebildet, die Dämmerung bricht ein.

Irgend wie komme ich dann doch an einer Stelle raus, die mir bekannt vorkommt. Nehme nun den kürzesten Weg zurück. Mir starkem Schneefall, abwechselnd von der Seite und Vorne, versuche ich nicht über die vom Wind heruntergefallenen Äste zu stolpern.

Die Runde ist dann doch etwas länger geworden als gedacht und mein Windkonzept ist nur teilweise aufgegangen.

Hier währe die Runde zum Nachlaufen: http://connect.garmin.com/activity/270005399

Ungleiche Duelle

Die Woche war noch jung, als ich mich bereits 2 ungleichen Duellen stellen musste.

Meine montägliche Joggingrunde am Morgen führte mich von Entfelden der Suhre entlang, bis zur Aaremündung. Auf dem Weg zum Aarauer Schachen traf ich dann auf Jugendliche, die vermutlich von der nahen Berufsschule aus joggen sollten. Klar, dass die sich nicht von einem älteren Herrn mit deutlichem Bauchansatz so einfach überholen lassen. Ein Träger eines mit dem Namenszug „Messi“ bedruckten Shirts hat sich von mir nicht aus der Reserve locken lassen und hat es bei seinem Wanderschritt belassen. Den Nächsten hatte dann doch der sportliche Ehrgeiz gepackt, als er mich von hinten kommen sah. Sein Versuch, mich mit einem langen Sprint abzuhängen misslang. Nach Luft ringend, nun nur noch gehend, liess er mich passieren um dann wieder eine Tempoattacke zu starten. Rasch schloss er wieder auf mich auf. Die kleine Forcierung von mir konnte er jedoch nicht mehr kontern. Glück für ihn, dass der Abzweig zum Sportplatz nahte, wo er dann heimtrotten konnte. Hoffe mal, dass dies kein repräsentativer Querschnitt des sportlichen Nachwuchses war.

Schon am folgenden Tag dann das nächste Duell. Mein Weg führte mich von Unterentfelden über Suhr, Gränichen auf den Rütihof nach Muhen und zurück nach Hause. Von Gränichen auf den Rütihof geht es ca. 200 Höhenmeter bergauf. Wenige Hundert Meter bevor es in die Steigung ging wurde ich von einem Fuhrwerk mit 2 Anhängern überholt. Da sich in den Wagen viele Menschen befanden, hat man statt eines Pferdegespanns einen Traktor für den Vortrieb gewählt. Selbst der hatte Mühe, die schwere Last den Berg rauf zu ziehen, so dass ich den ursprünglich beachtlichen Vorsprung auf wenige Hundert Meter verkürzen konnte. Mein Gruss auf den Berg wurde dann auch mit einem erhobenen Daumen vom Chauffeur erwidert. Hätte ich ihn überholt, wäre mir ein Job als Zugpferd sicher gewesen?