Oamaru

Hatte ich etwas negatives über das Verkehrswesen Neuseelands geschrieben? Unser heutiger Halt in Oamaru, auf einem sehr gepflegtem Campingplatz, liegt unmittelbar neben der Eisenbahnstrecke.
Erst dachte ich, es wäre eine Erdbeben. Bis ich merkte, dass ein Zug vorbei fuhr. Das Geräusch erinnerte mich an meine Kindheit, in Hörweite des Bahnhofes zu Weimar, wo in meinen früheren Jahren dampfbetrieben Züge fuhren. Wie bereits erwähnt, der Schienenverkehr ist nicht auf dem neusten Stand. Zu Beginn des Eisenbahnzeitalters, mit dem Goldrausch in vielen Gegenden Neuseelands, war es sicher nicht schlechter als momentan.
Zumindest ist mit einer ruhigen Nacht zu rechnen, bei dem seltenen Zugverkehr.
Es sei denn, die in der Nähe liegende Schafschererei kommt zu unverhofften Aktivitäten. Unter den Lastkraftwagen, die wir heute sahen, waren auffällig viele, mehrstöckige “Schafwagen”.
Dafür haben wir die erhofften Pinguine verpasst, die in einer nahen Bucht desnachts ruhen. Am Nachmittag, als wir schon mal dort waren, ruhten dafür Robben. Die waren gar nicht scheu und liessen sich aus sicherer Entfernung filmen.
Am Folgetag, bei unserer vorfrühstücklichen Laufrunde, waren dann unzählige Pinguine anwesend. Der Respekt vor den Tieren bewahrte mich vor besseren Fotos.