Luzern Marathon zum Ersten und Letzten.

Marathon ist immer was Besonderes. Der diesjährige Luzern Marathon war indes nochmals speziell.

Einerseits war es für mich der LETZTE Marathon in der Altersklasse M40. Anderseits war es nach ca. 60 Marathon (und länger) der ERSTE, den ich mit Jacke, Handschuhen und langer Hose bestritten habe. Und damit war ich nicht mal overdressed.

Luzern hatte bei den ersten 5 Marathon immer Wetterglück. Die 6. Austragung brachte dann allen Beteiligten tiefwinterliche Verhältnisse. Temperaturen um den Gefrierpunkt, durchgehend Schneefall, eisiger Wind und teilweise rutschigen Untergrund waren keinen Voraussetzung für Bestzeiten. Von den 10700 gemeldeten starteten auf den diversen Strecken ca. 9000, wovon 8500 ins Ziel kamen.

Bin eigentlich gut gestartet und konnte ordentlich “rollen”. Doch bald schon merkte ich, dass die Kälte meiner Muskulatur mehr und mehr zusetzte. Im Nachhinein wäre eine lange Hose, statt meiner wadenfreien 7/8-langer angebrachter gewesen. So hatte ich zwar Luft zum schneller Laufen, die steifen Beine liessen aber kein höheres Tempo zu.

Trotz des missliches Wetters, war die Stimmung unterwegs prächtig mit dem Höhepunkt auf dem blauen Teppich durch das KKL, wo es kurzzeitig wohlig warm war.

Die Zeit  von 3:30 ist Anbetracht der Bedingungen unterwegs für mich nebensächlich. Bin froh, diesen besonderen Wintermarathon bestanden zu haben.

 

Lucerne Marathon

Muss mich revidieren, was die Tunnelpassage beim Luzern Marathon betrifft. War dann doch interessanter, als ich dachte. Als ich auf der 2. Runde den 1,5 km langen Eisenbahntunnel durchlief, bliesen 6 Alphornbläser in ihre Instrumente im Eingang. Ein beeindruckender Klang, der noch bis zur Tunnelmitte zu hören war.

Ansonsten wieder super Stimmung entlang der Strecke bei idealen Bedingungen und perfekter Organisation. Der Zieleinlauf im Verkehrshaus der Schweiz ist sicherlich einer der schönsten überhaupt.

Hatte im Vorfeld ungewöhnlich Mühe mich  auf den Marathon zu motivieren. Dank der wirklich schönen Strecke, der Stimmung unterwegs und im Ziel war es dann doch ein schöner Saisonausklang. Mit meinen 3:19,37 bin ich dann auch zufrieden. War der schnellste von den 3 Marathonläufen in diesem Jahr. Mit den 3 Ultraläufen und diversen kürzeren Wettkämpfen, ist dann doch auch wieder einiges zusammen gekommen.