Ungleiche Duelle

Die Woche war noch jung, als ich mich bereits 2 ungleichen Duellen stellen musste.

Meine montägliche Joggingrunde am Morgen führte mich von Entfelden der Suhre entlang, bis zur Aaremündung. Auf dem Weg zum Aarauer Schachen traf ich dann auf Jugendliche, die vermutlich von der nahen Berufsschule aus joggen sollten. Klar, dass die sich nicht von einem älteren Herrn mit deutlichem Bauchansatz so einfach überholen lassen. Ein Träger eines mit dem Namenszug „Messi“ bedruckten Shirts hat sich von mir nicht aus der Reserve locken lassen und hat es bei seinem Wanderschritt belassen. Den Nächsten hatte dann doch der sportliche Ehrgeiz gepackt, als er mich von hinten kommen sah. Sein Versuch, mich mit einem langen Sprint abzuhängen misslang. Nach Luft ringend, nun nur noch gehend, liess er mich passieren um dann wieder eine Tempoattacke zu starten. Rasch schloss er wieder auf mich auf. Die kleine Forcierung von mir konnte er jedoch nicht mehr kontern. Glück für ihn, dass der Abzweig zum Sportplatz nahte, wo er dann heimtrotten konnte. Hoffe mal, dass dies kein repräsentativer Querschnitt des sportlichen Nachwuchses war.

Schon am folgenden Tag dann das nächste Duell. Mein Weg führte mich von Unterentfelden über Suhr, Gränichen auf den Rütihof nach Muhen und zurück nach Hause. Von Gränichen auf den Rütihof geht es ca. 200 Höhenmeter bergauf. Wenige Hundert Meter bevor es in die Steigung ging wurde ich von einem Fuhrwerk mit 2 Anhängern überholt. Da sich in den Wagen viele Menschen befanden, hat man statt eines Pferdegespanns einen Traktor für den Vortrieb gewählt. Selbst der hatte Mühe, die schwere Last den Berg rauf zu ziehen, so dass ich den ursprünglich beachtlichen Vorsprung auf wenige Hundert Meter verkürzen konnte. Mein Gruss auf den Berg wurde dann auch mit einem erhobenen Daumen vom Chauffeur erwidert. Hätte ich ihn überholt, wäre mir ein Job als Zugpferd sicher gewesen?