Fiasko Irontrail

Die Premiere des Irontrail endete im Fiasko. Nach dem verspäteten Start, der viel zu spät den Teilnehmern mitgeteilt wurde, sind die Läufe des T201 und T140 in der Nacht abgebrochen worden.
Regen, Schneefall und Kälte waren die Gründe für das OK. Die kürzeren Läufe am Samstag über 71 und 24 Km wurden gar nicht gestartet, obwohl das Wetter deutlich besser wurde.
Nachdem ich Andrea Tuffli in einem älteren Beitrag für seinen Mut gelobt hatte, so eine extreme Veranstaltung zu organisieren, muss ich nun sagen, dass er es wohl mit diesem Projekt überhoben hat.
Auf über 200 Km im Hochgebirge muss man mit extremen Wetterbedingungen rechnen und sich entsprechend ausrüsten. Vor den Start wurden Teilnehmer auf vorgeschriebene Ausrüstung kontrolliert. Jacke, Handschuhe, warme lange Kleider gehören dazu. Dass es heftig regnete, teils Bäche überwunden werden musste, zumal bei Dunkelheit, eine große Herausforderung. Dazu diesen vielen Höhenmetern und der Aufenthalt in großer Höhe.
Die Frage ist, ob es überhaupt Sinn macht so eine Veranstaltung anzubieten? Ist das überhaupt machbar? Der Lauf ist schon schwierig genug, auch bei gutem Wetter.
Aber wer sich dennoch dort anmeldet, weiss worauf er sich einlässt und muss auf alles gefasst sein.
Ob und wie Daniela diesen Lauf durchgestanden hätte, lässt sich schwer beurteilen. Die vom Organisator genannte Ausfallquote von 50% scheint mir auch bei optimalen Bedingungen noch vorsichtig…
Unabhängig von dem Abbruch des Rennens berichteten Teilnehmer von gravierenden organisatorischen Mängeln. Warum man dem Läuferfeld des T201 erst 10 Minuten vor dem Start und nach dem Intonieren von den Nationalhymnen, von der Verschiebung des Rennens um 8 Stunden informierte, bleibt ein Rätsel. Die Markierung der Strecke war ungenügend bis gar nicht vorhanden. Den Kontroll- und Verpflegungsposten in St Moritz verpassten beispielsweise etliche Teilnehmer oder fanden diesen erst nach Umwegen. Die Informationen den Teilnehmern per SMS scheint zeitgemäß. Aber wenn sie nicht oder verspätet ankommen, verfehlen sie ihren Sinn.
Zusammengefasst kann man von einer völlig missglückten Premiere reden. Sollte es das nächste Jahr eine Fortsetzung geben, wäre noch viel Arbeit.

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