Malle

Sonne tanken auf Mallorca bei prächtigem Wetter. Im Nordosten der Insel zwischen Alcudia und Pollenca ist das für Radfahrer und Triathleten gute Gelegenheit, den Grundstein für die Saison zu legen.
Für uns bieten die Gegebenheiten gute Laufmöglichkeiten. Doch damit nicht genug; es wurden noch sauteuere Rennräder dazugemietet.

Vor dem Frühstück  geht es erst mal zum Laufen. Gerne mit Verlaufen, auch mal jenseits der 2-Stundenmarke. Mit Höhenmetern. Nüchtern. Das Morgenmahl ist dann am späten Vormittag nicht so entspannt, zumal es unmittelbar aufs Rad geht. Die sauteuere Karbondinger müssen ja auch rentieren.
Mir sollte der Drahtesel in die Wiege gelegt sein, in Wahrheit wird aus mir kein Radfahrer mehr. Für eine vielstündige Tour durch hüglig bis bergiges Gelände langt es doch noch.
Mir tut alles weh. Finger eingeschlafen, Schultern steif, als hätte ich den Kleiderbügel vergessen rauszunehmen. Radlegenden gehen anders. Dennoch summieren sich einige Kilometer mit erstaunlich vielen absolvierten Höhenmetern, bei toller Landschaft. Soweit mir die Sterne vor den Augen nicht die Sicht trüben.
Das gebuchte Hotel ist fast ausschliesslich von Sportlern heimgesucht.
Die halbprofesionellem Teams stellen dann auch ihre Wochenpläne aus, damit die Teilnehmer schlaflose Nächte haben.
Mit Staunen stelle ich fest, dass Zeit- und Leistungsumfänge, selbst bei Ironman Aspiranten, erstaunlich locker sind. In einer Trainingswoche wird ein “Entlastungstag” ausgewiesen. Weiss nicht, ob der nötig ist. Ich hab keinen. Dafür gibt es eine Nüchternlauf. Ein lockeres Joggen vor dem Frühstück.
So eine Nüchternlauf habe ich dafür jeden Tag. Nur nicht locker.