Vietnam

Ho Chi Minh City ist der Schlusspunkt unserer Reise durch Vietnam. Eine schräge Stadt, riesig, chaotischer Verkehr, modern und trotzdem Vintage, wie man heutzutage zu sagen pflegt.
Für das Nachtessen mussten wir in der 8 Millionenmetropole dann einen längeren Fussmarsch machen. Nicht, dass wir in Asien nicht offen wären für Aussergewöhnliches. Aber zuerst sind wir in einer Strasse gelandet, wo nur Smartphone verkauft wurden. Das ist auch so eine Spezialität in Südostasien. Es gibt immer ganze Strassenzüge, wo das gleiche angeboten wird. Entweder es gibt die ganze Strasse nur Sanitärbedarf oder Schneider oder irgend etwas anderes. Nur wollten wir was essen und sind von einer Speziastrasse in die nächste gekommen.
Als wir dann doch an einem Haus vorbei kamen, in dem Essen angeboten wurde, liefen dort rotgekleidete, junge Mädchen umher, die offensichtlich andere Dienstleistungen anboten, die man als Paar selten in Anspruch nimmt… An den Tischen sassen angetrunkene Einheimische, unter dem Tisch halbleere Bierkisten.
Haben dann doch noch lecker gegessen, als einzige Gäste eines kleinen Strassenrestaurants.

Fazit: Es gibt nicht Das Vietnam. Jeder Ort, den wir besuchten, ist grundverschieden. Selten schön, interessant allemal, wen man sich darauf einlässt. Die Mentalität der Menschen scheint sehr Chinesisch angehaucht. Zumeist sehr zurückhaltend. Das mag auch damit zusammen hängen, das man sich mit Englisch nur selten gut verständigen kann.
In Mitteleuropa redet man von Feinstaubbelastung. Im Vergleich zu den meisten Zielen, die wir in Vietnam besuchten, kann man jeden mir in Mitteleuropa bekannten Punkt, als Luftkurort bezeichne. Es bleibt zu hoffen, dass der technologische Fortschritt bald den Verbrennungsmotor ablöst.