Luzern Marathon zum Ersten und Letzten.

Marathon ist immer was Besonderes. Der diesjährige Luzern Marathon war indes nochmals speziell.

Einerseits war es für mich der LETZTE Marathon in der Altersklasse M40. Anderseits war es nach ca. 60 Marathon (und länger) der ERSTE, den ich mit Jacke, Handschuhen und langer Hose bestritten habe. Und damit war ich nicht mal overdressed.

Luzern hatte bei den ersten 5 Marathon immer Wetterglück. Die 6. Austragung brachte dann allen Beteiligten tiefwinterliche Verhältnisse. Temperaturen um den Gefrierpunkt, durchgehend Schneefall, eisiger Wind und teilweise rutschigen Untergrund waren keinen Voraussetzung für Bestzeiten. Von den 10700 gemeldeten starteten auf den diversen Strecken ca. 9000, wovon 8500 ins Ziel kamen.

Bin eigentlich gut gestartet und konnte ordentlich “rollen”. Doch bald schon merkte ich, dass die Kälte meiner Muskulatur mehr und mehr zusetzte. Im Nachhinein wäre eine lange Hose, statt meiner wadenfreien 7/8-langer angebrachter gewesen. So hatte ich zwar Luft zum schneller Laufen, die steifen Beine liessen aber kein höheres Tempo zu.

Trotz des missliches Wetters, war die Stimmung unterwegs prächtig mit dem Höhepunkt auf dem blauen Teppich durch das KKL, wo es kurzzeitig wohlig warm war.

Die Zeit  von 3:30 ist Anbetracht der Bedingungen unterwegs für mich nebensächlich. Bin froh, diesen besonderen Wintermarathon bestanden zu haben.

 

Weimarer Stadtlauf

Die Teilnahme am Weimarer Stadtlauf ist für uns schon Tradition. Der Termin, 3 Wochen nach dem Wayve, liess keine läuferischen Wunder erwarten. So war es auch nicht erstaunlich, dass Daniela, mit der ich lief, knapp einen Podestplatz und somit den obligatorischen Zwiebelzopf knapp verpasste. Dazu kam, dass die Strecke durch eine Baustelle um einiges länger wurde als ein Halbmarathon. Grund genug ein mal die Kamera mit auf die Strecke zu nehmen und ein paar Bilder vom Geschehen unterwegs zu machen. Diese sind unter diesem Link zu sehen.

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf

War nicht zu erwarten, dass ich den Wayve, die 111 Km um den Zürichsee (mit Umweg 113 Km), so gut verkraftet habe. Oder sagen wir mal, subjektiv. Beim ersten Long Jog, zwei Wochen später, habe ich in den Steigungen schon gespürt, dass die letzte Kraft noch fehlt. Ansonsten hatte sich sehr schnell wieder ein gutes bis sehr gutes Laufgefühl eingestellt. Denkbar, dass dies aus einem Endorphine Überschuss, nach so einem Erlebnis rührt…

Nun stehen mit dem Weimarer Stadtlauf, über die Halbmarathon Strecke und 2 Wochen später dem Luzern Marathon, die letzten längeren Wettkämpfe dieses Jahr an.

Spätestens dann werde ich den Unterschied zwischen subjektiver und objektiver Erholung aufgezeigt bekommen.