Lucerne Marathon

Muss mich revidieren, was die Tunnelpassage beim Luzern Marathon betrifft. War dann doch interessanter, als ich dachte. Als ich auf der 2. Runde den 1,5 km langen Eisenbahntunnel durchlief, bliesen 6 Alphornbläser in ihre Instrumente im Eingang. Ein beeindruckender Klang, der noch bis zur Tunnelmitte zu hören war.

Ansonsten wieder super Stimmung entlang der Strecke bei idealen Bedingungen und perfekter Organisation. Der Zieleinlauf im Verkehrshaus der Schweiz ist sicherlich einer der schönsten überhaupt.

Hatte im Vorfeld ungewöhnlich Mühe mich  auf den Marathon zu motivieren. Dank der wirklich schönen Strecke, der Stimmung unterwegs und im Ziel war es dann doch ein schöner Saisonausklang. Mit meinen 3:19,37 bin ich dann auch zufrieden. War der schnellste von den 3 Marathonläufen in diesem Jahr. Mit den 3 Ultraläufen und diversen kürzeren Wettkämpfen, ist dann doch auch wieder einiges zusammen gekommen.

Vor dem Luzern Marathon

Kommenden Sonntag folgt der letzte läuferische Höhepunkt in diesem Jahr. Der Luzern Marathon wird mein 6. Start über die klassische Distanz oder länger sein.

Freilich, die Häufung langer und ultalanger Wettkämpfe ist schon jenseits der Vernunftgrenze. Zur Ehrenrettung darf ich aber anfügen, dass ich nicht jeden der erwähnten Läufe voll gelaufen bin. Etwa beim Lauf um den Bieler See hätte ich noch Reserven gehabt und beim Berlin Marathon habe ich mir gar eine 8-minutige Pause gegönnt.

Der Luzern Marathon findet zum 5. Mal statt und ist für seine gute Stimmung bekannt. Dieses Jahr geht es durch einen 1500 Meter langen, neu erbauten Tunnel. Ob das wirklich ein Highlight wird, wage ich zu bezweifeln.

Wo ist Salomonsborn?

Auf unserer Reise durch Deutschland, haben wir eine ungewöhnliche Laufrunde gemacht.

Wenn wir in Thüringen sind, besuchen wir zumeist auch Erfurt. Das ist die Landeshauptstadt des Freistaates. Nicht zu verwechseln mit der Fußballhauptstadt. Denn die wäre Jena, auch wenn es momentan nicht so aussieht.

Erfurt ist durchaus eine Reise wert. Doch wir wollten nicht über den Fischmarkt oder die Krämerbrücke joggen und schon gar keine Intervalle auf den Treppen des Domes machen. Unser Ziel war der Norden der Stadt.

Das Rieth ist der erste von  mehreren Wohnkomplexen, an denen wir vorbei fahren. Man kann auch Satellitenstädten sagen zu den Plattenbauburgen, die jede größere Stadt der ehemaligen DDR vor seinen Toren errichtete.

Das Plattenbaugebiet Moskauer Platz, in dem ich vor 20 Jahren mal wohnte erstreckt sich zwischen Gispersleben im Norden, Berliner Platz im Süden. Es hatte seinerzeit auf einer Fläche von 0,88 km², über 14000 Einwohner, die sich mittlerweile nahezu halbiert hat. Tendenz weiterhin negativ.

Doch unsere Reise galt weniger den Sünden des sozialistischen Wohnungsbaus. Vielmehr wollte ich eine Laufrunde ausprobieren. Bin seinerzeit schon dort sporadisch gejoggt. Diese Runde galt es zu erkunden und neu zu vermessen.

Lange nicht gesehen und trotzdem wieder erkannt. Von der Ulan-Bator Straße zur Deminer Straße unter der Bundesstraße 4, die nach Nordhausen führt, kommen wir nun auf die Feldwege, auf denen früher unzählige Hasen zu sehen waren. Die sind auch nicht mehr da.

Es sieht wie eine Ebene aus und trotzdem geht es Richtung Salomonsborn über 100 Höhenmeter bergauf. Der Gegenwind macht es nicht einfacher. Nach der Linkskurve auf der Höhe, kann man schon das Flughafengelände sehen. Doch wir laufen wieder zurück, der Marbacher Chausee entlang zurück zum Ausganspunkt, wo ich meine Uhr nach knapp 9Km stoppe.

Fazit: Das war ein besonderer Trainingslauf, den ich nicht noch mal wiederholen werde. Und meine Laufkariere wäre anders verlaufen, wenn ich dort geblieben wäre.

Wer es dennoch mal nachlaufen möchte, hier die GPS-Daten: http://connect.garmin.com/activity/120739675#

Alles neu bei Peter´s Wochenbericht

Nach 6 Jahren wurde es Zeit, meinem Wochenbericht in ein neues Gewand zu stecken. Benutze dazu WordPress, das bekannte Blog-Programm.
Inhaltlich wird es sich weiterhin um meine Aktivitäten und Erlebnisse rund ums Laufen handeln.
Neu kann man selber Kommentare schreiben, im Archiv suchen usw.
Der “alte” Wochenbericht ist vorerst noch unter diesem Link abrufbar: http://www.nusseck.ch/wochenbericht.html