Premiere Video “z`dritt”

Premiere Video “z`dritt” 9. September 20.00 Uhr

 

 

z`dritt

Mit Cello, Flöten, Gitarren, Akkordéons und Hackbrett spielen wir Z`dritt: Mazurkas, Menuette, Polkas, Walzer, Marches, Bourées, Jigs und … „von gestern und heute“

Première Auftritt von “z’dritt”

ACHTUNG NEUER TERMIN

am Sonntag 25. August 2019 ab 14.00 h
Triechter Buvette Sursee
NUR BEI SCHÖNEM WETTER

Havana

Silver Streak

Vollmondschwimmen im Schwimmbad Suhr ist eine schöne Tradition. Durfte die letzten Jahre in verschiedenen Konstellationen meinen musikalischen Beitrag dazu leisten. Vorläufiger Höhepunkt die einzige Veranstaltung dieses Jahr. Hier ein kleiner Ausschnitt davon.

“Silver Streak”, ein Track aus meinem Album 2014er Album “Grand Am”. Das Stück war fast ein Hit. Es hat nur niemand gemerkt…

Nachlese und Vorschau

Den Rückblick mit Bildern und eingebetteten Hörproben vom Auftritt bei der Triechter Buvette in Sursee, hat mein Musiker Freund Bernhard Keller auf seiner Homepage soeben aufgeschaltet. Hier entlang.

Den für Samstag, 13. Juli geplanten Auftritt beim Vollmondschwimmen in der Badi Suhr ist dann mal wieder Solo, so das Wetter will. Schwimmen bei (fast) Vollmond bis Mitternacht. Spezielles Food&Drinks. Livemusik ab 20 Uhr.

Matchstick Man

Mark Knopfler erzählt bei seinen Konzerten vom Machstick Men eine autobiografische Geschichte, aus die er diesen Song geschrieben hat. Wie er für ein Vorsingen von Griechenland nach Brindisi getrampt ist. Er wollte an Weihnachten nach Hause, hatte aber kein Geld für den Zug. Deshalb dachte er sich, er könne von Penzance aus per Anhalter heimfahren. Ein LKW-Fahrer nahm ihn bis Newcastle mit. Das seien ungefähr 500 Meilen respektive 800 Kilometer gewesen.

Ungefähr 5 Uhr morgens sei es gewesen, als der Trucker ihn an einem Kreisel rausgelassen habe. Überall lag Schnee, die Sonne schien und weit und breit keine Menschenseele unterwegs. Es war ja auch Weihnachtsmorgen. Das sei wohl eine blöde Idee gewesen, so heimreisen zu wollen. Da stand er nun mit seiner Gitarre und dachte sich: «Das ist das Leben, das du dir ausgesucht hast. Du Idiot!».

Das ging mir durch den Kopf, als ich an einem Freitag im Juni bei einsetzendem Regen an der Startlinie zum 61. 100 km Lauf stand. Was mache ich hier überhaupt, niemand hat mich eingeladen. Nur weil meine Trainingszeiten in den letzten Monaten einen ziemlichen Aufwärtstrend zeigten, meinte ich, dass sei eine gute Idee, dies über die legendäre Stecke in Biel über 100 Km unter Beweis zu stellen.

Spätestens als ich das Startgeld überwiesen hatte, kamen mir Zweifel, ob die Idee wirklich so gut sei. Habe für mich alles erreicht in Biel, alles erlebt. Zu Hause wartet ein Kühlschrank mit Bier und ein warmes Bett und ich will mir das antun? Bei so viel negativen Gedanken brauche ich gar nicht starten. Laufe trotzdem erst einmal los.

Trotz des feuchten Wetters, hat es viele begeisterte Zuschauer in Biel und später in den Dörfern.

Habe ein gutes Tempo, aber eine Reizung über dem grossen Zeh, die mich die letzten Monate begleitet, macht sich schon zeitig bemerkbar. Weiss nicht, wie weit ich so komme. Auf jeden Fall keine Hundert Kilometer. Nach Aarberg mit dem stimmungsvollen Marktplatz weiter nach Lyss, wo die Radfahrbegleiter nach über 20 Km zustossen.

Mittlerweile ist der dumpfe Schmerz im Zeh zu einem Stechen geworden, die erste Teilstrecke in Oberramsern wartet auf mich. Ziehe trotzdem weiter. Kirchberg ist heute mein Ziel. Das sind 56 km, man bekommt ein T-Shirt und wird als Teilstrecke gewertet. Ich weiss, das fühlt sich hinterher auch nur als Teilstrecke an, aber heute geht nicht mehr.

Lege mir die Kopfhörer an. Meine Playlist ist auf Zufallswiedergabe gestellt und beginnt mit “Matchstick Man”

“Und du, du bist ein Vagabund
Niemand hat dich eingeladen, du kennst
Matchstick Mann, oben in der Morgendämmerung.
Du hast noch fünfhundert Meilen vor dir.”

Mit der Musik geht es besser, kann sogar leichte Steigungen joggen. Was macht eigentlich der Zeh? Gar nicht so schlecht, eigentlich erträglich.

Irgendwann kommt dann Kirchberg. Das wars für Heute! Linzer Törtli und Orangenstücke sind fabelhaft. Setze mich mit meinem Tee auf die Bank in der Festwirtschaft. Da es schnell kühl wird bleibe ich nur kurz. In dem Moment wo ich aufstehe um zum Bus zu gehen, sagt eine Frau zu mir, die meine rote Startnummer sieht: Viel Glück.

Der warme Doppelstockbus steht bereit. Ich laufe an ihm vorbei in den berühmt-berüchtigten Ho-Chi-Minh Pfad!

Das ist noch immer mehr als ein Marathon, der vor mir liegt. Wie soll ich das schaffen?  «Das ist das Leben, das du dir ausgesucht hast. Du Idiot!»

Da die Emme dort renaturalisiert wird, laufen wir nicht auf dem Emmendamm, der wegen seiner Wegebeschaffenheit Ho Chi Minh Pfad genannt wird, sondern werden wir auf einer schmalen Asphaltstrasse umgeleitet. Nur das letzte Stück nach dem Verpflegungsposten Utzenstorf geht noch auf dem Emmendamm. Da die Dämmerung eingesetzt hat, ist das keine grosse Herausforderung mehr.

Was für ein Morgen. Nach Regenschauern in der Nacht laufen wir jetzt in einen sonnigen Tag. Die letzte markante Steigung nach Bibern darf man gehen. Ich grüsse die Schafe auf dem “Gipfel”. Nun geht es runter nach Arch, wo es noch nicht enden wollende 18 km sind. Dass ich nun Gehpausen einstreue, ist egal. Hätte am Vorabend nie gedacht überhaupt so weit zu kommen. Ein Runner´s High jagt das nächste auf der Telegraph Road. Weine ein letztes mal zum “Matchstick Man”, der mich durch die Nacht gerettet hat. Letztes Selfie bei Km 99 und die letzten Tausend Schritte geniessen.

Im Ziel begrüsst mich der Speaker zum 11. Finish und meinte, im nächste Jahr könne ich das Dutzend voll machen…

Weitere Bilder hier.

Triechter Auftritt

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Ein Sonntag Nachmittag am Sempacher See bei Traumwetter mit Didgeridoo und Gitarre. Hier ein paar Bilder davon.

Auch ein neues musikalisches Projekt ist in Aussicht. Auf zu neuen Ufern. Womöglich schaffen wir es noch dieses Jahr damit in die Öffentlichkeit? Die Lokalität bei der TRIECHTER BUFETTE hat sich jedenfalls bewährt und ist auch ohne Musik einen Ausflug wert.

Didgeridoo & Guitar

Live bei der TRIECHTER BUFETTE am 2. Juni ab 14 Uhr

Didgeridoo & Guitar Bernhard Keller und Peter Nusseck

Bademeisterinmann

Was bisher geschah, würde es beim Filmmehrteiler heissen. Die Randgeschichte um Fussballer Patrick Rossini, die im Sommer vergangenen Jahres für Schweizweites Aufsehen sorgte, hat ein vorläufigen Happy End gefunden.

Als die Geschichte ihren Lauf nahm, sah es sportlich für den FC Aarau gar nicht gut aus. Nach 4 Spielen in der zweiten Schweizer Fussballliga, lag der Aufstiegsaspirant auf dem letzten Platz. Dazu noch besagter Skandal, dass ein seinerzeit verletzter Spieler, samt Familie mit der Polizei des Bades verwiesen werden mussten. Sportlich hielt die Talfahrt bis zum 11. Spieltag an, als der Traditionsclub mit nur 4 von möglichen 33 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz stand.

Ohne das Trainerkarussell zu bemühen, schaffe der FC Aarau die Wende und hat sich 4 Spieltage vor Saisonschluss den 2. Tabellenplatz erobert, die zu 2 Ausscheidungsspielen, Barrage genannt, mit dem Vorletztplazierten der 1 Liga qualifizieren würden.

Der Spieler hatte sich wenige Wochen nach dem Vorfall in der Suhrer Badi entschuldigt und Freitickets für ein Heimspiel in Aarau in Aussicht gestellt. Die haben der Bad Chef und der Bademeisterinmann dann vergangene Woche eingelöst. Bei Schneetreiben im Mai (!) konnten wir dann auf besten Plätzen und VIP verpflegt, des souveränen 3:0 Heimsieg über den unmittelbaren Kunkurrent um einen Barrage Platz erleben und die unschöne Geschichte endgültig als erledigt betrachten.

Spielerfrau

Der FC Aarau hat momentan keine gute Presse. Sportlich Talfahrt der neuen Saison sieht den Verein in der Challenge League, der 2 Schweizer Fussballliga, nach 4 Spielen, punktlos auf dem letzten Rang. Dabei hat man ambitionierte Ziele: Der Bau eines erstligatauglichen  Stadions und das mittelfristige Ziel, auch so zu spielen.

Am vergangenen Donnerstag Abend sorgte ein Spieler des FC Aarau in der  Online Ausgabe der Aarauer Zeitung für Schlagzeilen. Patrick Rossini, derzeit verletzt, besuchte mit seiner Familie das Schwimmbad Suhr. Der Bademeisterin, selber auch Schwimminstruktorin, fiel auf, dass ein etwa 5 Jahre alter Junge im tiefen Schwimmbecken war und augenscheinlich nicht schwimmen konnte. Die Eltern waren noch damit beschäftigt, ihre Tücher auf dem Rasen auszubreiten. Als der Vater dann zugeordnet werden konnte, nahm die Posse ihren Lauf. Den Hinweis der Bademeisterin, dass der Junge das Becken verlassen solle, wenn er nicht schwimmen könne, ignorierte der Vater mit dem Hinweis, das Kind könne gut schwimmen. Auf den Vorschlag der Bademeisterin, die Schwimmkünste vorzuführen, gingen er, wild gestikulierend, nicht ein. So blieb der Bademeisterin nichts anderes übrig, die Familie des Bades zu verweisen. Die, wie sich später herausstellen sollte, “Spielerfrau”, fragte später mehrmals, ob die Bademeisterin wüsste, wen sich vor sich habe? Wusste sie nicht, dass es sich um einen momentan verletzter Spieler des FC Aarau, mitsamt Spielerfrau und Kind handelte. Was für den Vorgang auch keine Rolle spielt. Denn aus der Betriebsordnung, die beim Eingang eingesehen werden darf, geht nichts hervor, dass C-Prominente besondere Privilegien hätten und das Schwimmerbecken Schwimmern vorbehalten ist, unabhängig vom Alter.

Wiederholte Aufforderung, das Schwimmerbecken zu verlassen, brachte die Eltern immer mehr auf. Schliesslich blieb, nach mehrmaliger Rücksprache mit dem Betriebsleiter, keine andere Wahl, als die Familie mit Hilfe der zugezogenen Polizei des Bades zu verweisen.

Wenig später ging in der Redaktion der Aargauer Zeitung der Anruf der Spielerfrau ein, die sich ungerecht behandelt fühlte und gar vermutete, die Bademeisterin hätte etwas gegen den FC Aarau.

In der Online Ausgabe der Aarauer Zeitung erschienen dann mehrere Artikel über dieses Thema. Die Aargauer Ausgabe der “Schweiz am Wochenende” widmete dem Thema fast eine Seite. In der Online Ausgabe sind die Kommentare beinahe ausnahmslos auf Seiten der Bademeisterin.

Seitens der Badi wurde tags drauf Stellung zu den “Ereignissen” genommen, damit auch einige Aussagen der Spielerfrau entkräftet. Seitens der Badi Leitung besteht sogar das Angebot, nach einem positiv verlaufendem gemeinsamen Gespräch zwischen den Beteiligten, von dem Hausverbot, welches so eine Verweisung gemeinhin nachsichzieht, Abstand nehmen zu wollen.

Bleibt zu hoffen, dass es zu Klärung kommt und dass sich der Spieler von seiner Verletzung rasch erholt und seine Energie für die sportliche Wende beim FC Aarau einsetzt.

PS: Die Familie Rossini wusste vermutlich auch nicht, wen sie als Bademeisterin vor sich hatten? (Ich meine hiermit nicht die Musikerfrau ? )

Als unterklassiger Fussballer verdient man immer noch mehr, als in jedem durchschnittlichen Job. Was in mir keinerlei Neid hervorruft, zumal man sich nur mittelfristig mit Sport seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Als Sportler, gerade in solch populären Sportarten wie Fussball, sollte man sich um so mehr seiner Vorbildrolle bewusst sein. Auf und neben dem Platz.

Sportlich ist mir Patrick Rossini noch nicht aufgefallen. Muss aber auch zugeben, dass mich der Schweizer Fussball nur am Rande interessiert. So musste ich mir den Spieler erst mal googeln.

Ich persönlich finde die sportlichen Erfolge der Bademeisterin eindrücklicher!